Denkmal 
Lieger CAESAR

Bester Newcomer 2021

Lieger Caesar

Ein bisschen Seefest sollte man beim Besuch auf dem Lieger Caeser schon sein. Die kreativen Gerichte von Küchenchef Patrick Dietzel werden in der HafenCity nämlich auf einem Lieger – eine ehemalige schwimmende (!) Werkstatt – serviert. Neben außergewöhnlichen XXL-Fischbrötchen, überzeugt die Küche mit tollen Gerichten, die definitiv auch ein Erlebnis für die Augen sind. Ein junges Team, das in der Krise den Sprung ins kalte Wasser wagte und sich den Preis verdient hat. Der Sieger des Genuss-Michels 2021 in der Kategorie “Bester Newcomer”.

Quelle: https://www.genussguide-hamburg.com/genuss-michel/genuss-michel-2021/

Was ist ein LIEGER ?!?

"Ein Lieger liegt fest verankert - im Unterschied zu einem Schiff, Boot oder Floß. Er schwimmt dank seiner Pontonunterlage im Hafenwasser. Man könnte ihn also mit einem Hausboot vergleichen. Doch mit dreißig Metern Länge und sieben Metern Breite ist der Lieger Caesar größer als ein Hausboot. Außerdem wurde Caesar 1902 nicht in erster Linie zum Wohnen gebaut, sondern als Arbeitsfahrzeug, das nahezu unsinkbar ist. Das Polster des Pontons trägt eine immerhin 150 Quadratmeter große und 4,50 Meter hohe Werkshalle." 
"Caesar wurde also als schwimmende Werkstatt konstruiert und zu den Bau- und Verladestellen auf den weit verzweigten Hamburger Wasserwegen gezogen, denn der Lieger besitzt keinen eigenen Antrieb. Um bewegt zu werden, ist er auf einen Schlepper angewiesen."

"Anfang des 20. Jahrhunderts beherrschten die vielen Lieger das Bild des Hamburger Hafens, doch seit den 1960er-Jahren wurden sie durch Containerfrachter abgelöst. Damals waren die meisten Hafenlieger bereits im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs untergegangen. Caesar hatte Glück, weil seine Eigentümer mit ihm aus dem Hamburger Hafen geflüchtet waren. Doch nachdem seine Dienste als flexible Werkstatt nicht mehr gebraucht wurden, sollte auch er verschrottet werden. 

Im Jahr 2007 wurde Caesar als Kulturdenkmal in die Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg eingetragen. Dieser gesetzliche Schutz erlaubte es den Vereinsmitgliedern, die bis dahin ungezählte Arbeitsstunden in die Instandsetzung des Rumpfes und der Gebäudefassade gesteckt hatten, Fördermittel zu beantragen. Im September 2009 sicherte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 10.000 Euro zu; wenig später konnte sie diese Hilfe dank einer Spende der Stani und Werner Muffey-Stiftung Hamburg um 6.500 Euro erhöhen und im Jahr 2013 nochmals 21.000 Euro zur Verfügung stellen.

Quelle: https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2011/6/caesar-schwimmt.php